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Dr. Martinus -Forum :: Thesen :: Abtreibung :: Abtreibung  ::
DrMartinus
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Hallo alle zusammen!
Nachrichten: 479
Abtreibung ( 3. Mai 2003, 07:00) zitieren  
Hier können Mitteilungen zum Thema Abtreibung gepostet werden. Meine These dazu findet sich auf der Thesenseite meiner Webseite unter www.drmartinus.de
Anmerkung:
Aus irgendwelchen Gründen war meine Nachricht zerstört worden. Ich bin der Sache auf der Spur...


Dr. Martinus
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Gert
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Furcht ist nicht in der Liebe.
Nachrichten: 4
Antw.: Abtreibung (15. März 2016, 11:38) zitieren  
Vor vielen Jahren war ich dabei, als KALEB gegründet wurde.
Aber ich bin kein Mensch, der rigoros eine Abtreibung ablehnen würde, wenn z.B. das Leben der Mutter in Gefahr wäre.
Immer aber braucht die Frau, die schwanger ist, eine Atmosphäre der Geborgenheit, um das Kind wirklich willkommen heißen zu können.
Die sollte auch da entstehen, wo die Schwangerschaft vielleicht ein "Ausrutscher" war.
Vorwürfe sind immer kontraproduktiv.
Gert


Gert
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Hope
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Nachrichten: 2
Antw.: Abtreibung (27. Juni 2005, 12:04) zitieren  
Ich weiß, das gehört nicht hierher...
aber ich wollte dann doch mal zum Ausdruck bringen, wie genial ich dieses Forum, aber auch die HP http://www.drmartinus.de/ finde. Einfach klasse, was man da so zum Stöbern an Infos und Gedankenanstöße findet.


Alles ist eitel und Haschen nach dem Wind.
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DrMartinus
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Hallo alle zusammen!
Nachrichten: 479
Antw.: Abtreibung (26. Juni 2005, 16:42) zitieren  
Es ist außerordentlich wichtig, dass die Gesellschaft, und das sind natürlich in erster Linie die Menschen, mit denen man unmittelbar zu tun hat, die Frau, die ungewollt schwanger wurde, in ihrem Wunsch, das Kind zu bekommen, unterstützen. Das wird auch, so meine ich, in der These zum Ausdruck gebracht. Es bedeutet letztlich, dass z.B. Großeltern (und dazu gehören auch die Eltern des Vaters des Kindes) bereit sind, das Kind zu versorgen, wenn die Mutter etwa noch die Ausbildung oder das Studium abschließen möchte, und vielleicht dann auch berufstätig sein möchte.
Ich finde, dieser Grundsatz bewegt sich schon im ethischen und nicht im dogmatischen Bereich. Es geht eben auch darum, wie die Gesellschaft damit umgeht. Sie hat eine ethische Verantwortung für die Kinder, die in ihr leben. Und das muss spürbar werden.
Natürlich sind in letzter Instanz immer die Eltern des Kindes die Entscheidungsträger, und da an vorderster Stelle die Frau. Es muss möglich sein, Kinder zu bekommen (auch wenn es ein "Unfall" ist), ohne dabei das Gefühl zu haben, dass man etwas verliert.
Dass ein Kind ein Wunder ist, kann man erst wirklich wissen, wenn man es bekommen hat. Da haben Frauen den Männern viel voraus. Es fällt mir schwer, zu verstehen, dass Eltern (die Großeltern) zur Abtreibung eines Kindes drängen, wo sie doch selber dieses Wunder erlebt haben. Aber wer weiß, was da alles mitgespielt hat.
Natürlich soll der Stab nicht über die Frau gebrochen werden, die sich evtl. zur Abtreibung, der dogmatische Gründe entgegen stehen, entscheidet, sondern über die Gesellschaft, die eine solche Entscheidung überhaupt erst erforderlich macht.
Dem kleinen Jordan-Elias die besten Glück- und Segenswünsche zum Geburtstag in 3 Tagen!


Dr. Martinus
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Eve
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PBLang ist Super!
Nachrichten: 1
Antw.: Abtreibung (26. Juni 2005, 13:07) zitieren  
Mich bewegt das Thema Abtreibung sehr stark.
Ich selbst wurde 2003 im November ungewollt schwanger und die Entscheidung für das Leben habe ich von da an zu keinem Zeitpunkt angezweifelt.
Leider waren die Eltern meines Freundes damals anderer Meinung und wollten mich zu einem Schwangerschaftsabbruch nötigen.
Mein Freund hat mir im Nachhinein erzählt, dass sie wollten, dass er mich dazu überredet!
Ich fand und finde es heute noch schlimm, dass man sich dermassen in mein Leben und in das Leben meines damals noch ungeborenen Sohnes eingemischt hat.
Ich denke, dass viele Abtreibungen auf einem solchen Druck von Aussen beruhen.
Und finde es deshalb umso verwerflicher.
Woher nehmen sich aussenstehende Menschen das Recht über das Leben anderer zu urteilen und ggf. sogar passiv zu entscheiden?
Was ist das für eine Gesellschaft in der ein Kind als Belastung angesehen wird?
Sollte man ein Kind, das zu Recht oft als Wunder bezeichnet wird, nicht freudig annehmen?
Am 29.06.2005 wird mein Sohn Jordan-Elias 1 Jahr alt....was wäre ich ohne ihn!?



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Hope
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Nachrichten: 2
Antw.: Abtreibung (23. Juni 2005, 11:24) zitieren  
Ich meine, dass man Dogmatik und Ethik nicht vermischen darf.
Das eine meint, was ist Gottes Gebot und das andere fragt: wie kann man leben?
Ich glaube, dass man nicht abtreiben darf, da man das Leben somit tötet!
Jedoch stehe ich auf der Seite jeder Frau, die sich dazu entscheidet.
Ich habe zwei Freundinnen, die ungewollt (?in der heutigen Zeit!?) schwanger wurden. Beide zeitlich und menschlich unabhängig voneinander. Beiden sagte ich, dass ich ihnen beistehe, so oder so. Ich habe keiner von der Abtreibung abgeraten.
Ok, ich wies in den Gesprächen daraufhin, dass sie darüber nachdenken sollen, welche Konsequenzen die Entscheidung jeweils mit sich bringt.

Beide haben sich für das Kind entschieden, und sind jeden Tag deswegen froh und glücklich.
Und ich auch!!!
Aber man kann und darf keinen Stab über eine Frau brechen, die abgetrieben hat, und es sollte ihr möglich sein, ohne dass sie kriminalisiert wird.
Ich finde die These gut und unterschreiben sie, wenn dabei klar ist, dass wir uns dabei im Bereich der Dogmatik bewegen.



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Juergen
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Verzeihen ist die beste Rache..
Nachrichten: 94
Antw.: Willkommen! (25. November 2002, 20:24) zitieren  
Ein bewegendes, schwieriges und komplexes Thema. Jeder hat dazu wohl eine feste Einstellung. Ja oder Nein. Bei der Umsetzung in Richtig und Falsch verschwimmen die Grenzen. Wir Menschen sind diesem Thema wohl (..noch) nicht gewachsen. Die medizinischen Möglichkeiten haben unsere ethischen Vorstellungen überholt. Leben ist zum Konsumgut geworden. Schönheitsoperationen, Transplantationen,
Amputationen, Sterbehilfe, Gen-Manipulation, Verhütung und Abtreibung....
Oftmals pervers was wir anstellen um unser biologisches Leben zu besiegen.Menschliches Leben ist nicht mehr eindeutig zu definieren. Fehlt uns nicht die passende philosophische Evolution? Dürfen wir ernsthaft über soziale- oder medizinische Indikation sprechen angesichts eines Menschen wie Stephen Hawkins? Können wir dieses Thema überhaupt halbwegs bewältigen? Kann eine Abtreibung
nicht auch Gnade sein? Wenn ich mir die Seiten der Weltgesundheits-Organisation (.. www.who.org) ansehe, finde ich ich Kleinkinder mit einer Lebenserwartung von ca. 20 Monaten. Ist es nicht pervers, dass wir mit einer einzigen WC-Spülung das tägliche Trinkwasser für 4 Menschen in den ärmsten Ländern verbrauchen? Unsere Zivilisation (..für mich eher ein Schimpfwort!) beruht auf Not und Elend
Anderer. Wir nehmen es einfach hin, dass Menschen zu unserem Vorteil sterben. In den ärmsten Ländern der Welt ist der Zeugungsakt oft nicht die schönste Sache der Welt sondern eher die Hoffnung auf Versogung durch die ukünftigen
Kinder. Wir sind überhaupt nicht in der Lage alles geborene Leben zu schützen und zu umsorgen. Meine Thesen: Seit Jahrtausenden bestimmen wir über Leben. Ohne Respekt und Demut. Das hat bisher nicht funktioniert. Es wird auch so bleiben! Warum? Unser biologischer Nachteil. Kein anderes Wesen in unserer Welt hat Waffen entwickelt um die eigene Lebensform zu zerstören. Moral ist zum Schimpfwort geworden. Schon längst erkennen wir die neuen Religionen an. Coca-Cola mit dem ersten Gebot: „ Es muß Jedem unmöglich gemacht werden unseren Getränken auszuweichen“. Ein Zitat vom Chef.Nur eins von vielen Beispielen unserer aktuellen realen Welt. Sozialstaat ist nur eine perfide Ausrede. Betrachte doch nur ´mal unseren Tötungsetat
(.. amtsdeutsch: Verteidigungshaushalt) im Vergleich zum Haushalt für die Bewältigung von Gewissenskonflikten (..amtsdeutsch: Entwicklungshilfe). Ohnmacht, Zweifel und Scham empfinde ich bei diesen Gedanken. Warum können wir nicht eindeutig unsere Schwächen bekennen? Warum können wir
nicht mehr als Mensch handeln? Leben als Grundrecht? Dokumentiert in Gesetzen? Gechrieben mit dem Blut von vielen, vielen Menschen. Für mich der Beweis von
Unmenschlichkeit. Es steht uns nicht zu über Leben zu entscheiden. Eine fatale Annahme! Bisher sind alle Versuche gescheitert. Eindeutig und zweifelsfrei. Heute erkennen wir die Hexenverbrennungen aus dem Mittelalter als Versagen an. Unser aktueller Umgang mit Leben (..Abtreibung, Todesstrafe, Sterbehilfe) wird sicherlich bei folgenden Generationen ähnlich bewertet. Die Ausreden aus vergangenen
Jahrhunderten wird man Uns nicht mehr abnehmen. Wir kennen unsere Mängel. Der „moderne Mensch“ taugt nur als schlechtes Beispiel. Menschliches Empfinden, soziales Verhalten, Anstand und Moral sind gegen Abtreibung. Unser Leben wird aber von anderen Prioritäten bestimmt. Diese akzeptieren die Abtreibung als Werkzeug. Menschliches Leben wird damit zu einem Produkt aus dem Baumarkt. Kinder zu einem Opjekt der staatlichen Wohnungsbauprämie.


MfG von Juergen aus Bremen
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