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Pfarrer/innen-Recht

Wer braucht Pfarrer/innen schon? Immer mehr Menschen verabschieden sich von der Kirche. Und doch kommt irgendwann ein Punkt in ihrem Leben, an dem sie sich erinnern an Begegnungen mit der Kirche, mit einem Pfarrer, einer Pfarrerin, die ihnen etwas vermittelt haben, was jetzt vielleicht helften kann. Vielleicht gehen sie dann doch einmal in den Gottesdienst, besuchen andere Aktivitäten der Gemeinde, die nur deswegen solche Angebote zur Verfügung stellen kann, weil in ihr Menschen arbeiten, die dafür Zeit haben. Dazu gehört an erster Stelle der Pfarrer/die Pfarrerin.
Pfarrer/innen sind nicht überflüssig. Sie tun vielfältige Arbeit, die allerdings nur selten in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Und deswegen stört es keinen, wenn Kirchenleitungen die Arbeitsbelastung erhöhen, indem sie Stellen zusammenstreichen, während gleichzeitig die Gehälter immer weiter schrumpfen.
Wussten Sie, dass man als Pfarrer/in weniger verdient, als wenn man als Chemikant arbeitet? Diese Rechnung bezieht sich auf die Gesamtlebensdauer, wird aber sicher für viele überraschend sein. Man glaubt immer, Pfarrer seien gut bezahlt und hätten einen relativ leichten Job. Doch dem ist nicht so. Sicher gibt es den "Vorteil" der Unkündbarkeit. Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit. Wer Theologie studiert, legt sich fest auf einen Berufszweig, in dem er womöglich gar nicht erst eine Stelle bekommt. Keine Landeskirche kann den Studierenden mehr garantieren, sie auch in das Pfarramt zu übernehmen. Mancher wird nach der Probezeit nicht in den kirchlichen Dienst übernommen. Was dann? Manche finden eine Stelle in der freien Wirtschaft und sind damit sehr zufrieden, aber für andere ist die Studienzeit vergeblich gewesen.
Die Ausbildungszeit eines Pfarrers/einer Pfarrerin beläuft sich auf rd. 10 Jahre, und beginnt erst nach dem Abitur, so dass man erst wesentlich später als ein Chemikant beginnen kann, Geld zu verdienen. Das Studium kostet viel Geld, erhaltenes BAFöG muss zurückgezahlt werden, und die Arbeitszeit beläuft sich im Schnitt auf 54 Stunden in der Woche. Die Tendenz geht dahin, dass sich diese Wochenarbeitszeit noch erhöht. Arbeit am Sonntag ist selbstverständlich, überhaupt gibt es freie Wochenenden für Pfarrer/innen nur selten (oft seltener als die per Gesetz zugestandenen 10 freien Sonntage). Ebenso selten gelingt es, den zustehenden einen freien Tag in der Woche, der per Gesetz zugestanden wird, frei zu halten.

Darum gibt es hier eine Webseite, die allerdings nur für Pfarrer/innen zugänglich ist. Wenn Sie zu diesem Berufsstand gehören, wenden Sie sich bitte an mich, um die Zugangsdaten zu erhalten. Sie finden manche Informationen, die Ihnen vielleicht weiterhelfen werden. (Meine E-Mai-Adresse findet sich in der Copyright-Notiz)
Die Webseite finden Sie hier!

Zuletzt überarbeitet: 26 November 2014
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